Die größte Handymesse der Welt, der Mobile World Congress, findet seit Jahren regelmäßig in Barcelona statt - Ab dem Jahr 2013 könnte sich das ändern. Sechs europäische Metropolen bewerben sich als Austragungsort für die wichtigste Veranstaltung im Mobilfunkmarkt in den Jahren 2013 bis 2017 berichtet die Zeitung Wirtschaftswoche.
Mitte Dezember wird die GSM Association (GSMA), der Dachverband der Mobilfunkgesellschaften, in London die Bewerbungen von Köln, München, Amsterdam, Mailand, Paris und der bisherigen Ausrichterstadt Barcelona ansehen und Anfang kommenden Jahres ihre Entscheidung veröffentlichen.
Der Mobile World Congress soll seinen Charakter ändern. Aus der bisherigen Fachbesuchermesse wird ab 2013 eine Publikumsveranstaltung mit vielfältigem Rahmenprogramm, Musikfestivals und Groß-Events. Die Ausrichterstadt darf während der Zeit den Titel 'Welthauptstadt der Mobilkommunikation', wofür allerdings Lizenzgebühren von 10 Millionen Euro pro Jahr fällig werden.
Köln rechnet sich große Chancen aus und wird besonders auf die Wünsche der Veranstalter eingehen. Als Zeichen der politischen Rückendeckung werden mit dem Kölner Messe-Chef Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters und Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger nach London reisen und ihre Bewerbung für die Großveranstaltung präsentieren.
Der deutsche Branchenverband Bitkom unterstützt bisher keine deutsche Bewerbung, da man den Mobile World Congress im eigenen Land als Gefahr für die CeBit sieht, die drei Wochen später stattfindet.