10 Jahre Palm Die Geschichte der kleinen Helfer
14.März 1996 - Eröffnungstag der CeBIT. Der amerikanische Modemhersteller U.S.Robotics stellt den ersten "pilot" vor, einen Organizer mit 128 KB Speicher, Schwarzweiß-Display und dem damals neuartigen Betriebssystem Palm OS. Der Name "pilot" hat sich bei den echten Fans so ins Gedächtnis eingegraben, dass auch heute noch viele Programme und Webseiten nach diesem Urahn der Palm-Serie benannt sind.
Noch im selben Jahr erscheint die erste lokalisierte Version des "pilot" in Frankreich. Übersetzungen in anderen Sprachen folgen kurzfristig. Der Pilot 5000 ist der PDA erste mit Palm OS, der in Deutschland verkauft wird.
Anfang 1997 taucht mit dem neuen Gerät "PalmPilot" erstmals das Wort "Palm" auf. Es gibt bereits 2000 Entwickler für die neue Plattform. 3Com übernimmt U.S.Robotics. Dieser große Hersteller von Netzwerkhardware hat die Kapazitäten, die PalmPilot Produktreihe flächendeckend im Weltmarkt einzuführen. Ende des Jahres 1997 wird das Palm OS Betriebssystem erstmals an einen Lizenznehmer, Symbol lizensiert. Auch IBM stellt unter dem Namen "Workpad" jetzt PDAs her, die zu denen von 3Com völlig baugleich sind.
3Com veröffentlicht 1998 den Palm III, das erste Gerät ohne den Namen "pilot", wegen einer Namensgleichheit mit einer Kugelschreibermarke. Handspring lizensiert Palm OS, über 3500 Entwickler arbeiten an Anwendungen für Palm OS.
Im Jahr 1999 erscheint mit dem Palm VII in den USA der erste Palm Handheld mit drahtlosem Online-Zugang. Inzwischen gibt es weltweit über 13.500 Entwickler. Ehemalige Palm-Entwickler gründen die Firma Handspring, die mit der Visor-Serie innovative Geräte vorstellt, die erstmals einen Erweiterungssteckplatz besitzen. Der Palm OS Lizenznehmer Qualcomm (heute Kyocera) veröffentlicht das erste Handy mit Palm OS. HandEra baut den ersten Palm OS PDA mit CF-Kartensteckplatz.
Palm trennt sich im Jahr 2000 von 3Com und veröffentlicht als eigenständige Firma den Palm IIIc, den ersten PDA mit Farbbildschirm, Sony bringt unter der Markenbezeichnung Clié seine ersten Palm OS PDAs auf den Markt. Erstmals wird hier ein Jogdial und ein Memorystick-Erweiterungssteckplatz verbaut.

Damals noch Welten: Displayvergleich zwischen Palm m505 und m515
2001 kommen die ersten Geräte mit SD-Erweiterungssteckplatz auf den Markt. Inzwischen sind über 10.000 Anwendungen verfügbar. Die neuen Lizenznehmer Samsung und Acer stellen ihre ersten Palm OS PDAs vor.

Das Pdassi-Gerätelogo im Jahr 2002
PalmSource veröffentlicht im Jahr 2002 mit Palm OS 5 die erste Betriebssystemversion für ARM-Prozessoren. Der Tungsten T und der Zire starten die neuen Palm Produktlinien. Der Zwanzigmillionste Palm OS PDA wird verkauft. Handspring steigt mit der Treo-Produktlinie in das Palm OS Smartphone-Geschäft ein. Alphasmart veröffentlicht den Dana, ein Palm OS Notebook mit normalgroßer Tastatur und breitem Querformatbildschirm.

Der erste der MP3-Musik abspielen kann: Palm Tungsten T
Pdassi läßt rechtzeitig vor Weihnachten 2002 den ersten Marzipan PDA von der Lübecker Firma Niederegger produzieren in Anlehnung an das Design des m515 und erreicht damit weltweites Aufsehen. Die limitierte Stückzahl von 2.000 Stück war in kürzester Zeit vergriffen (und wahrscheinlich auch verspeißt).
Im Jahr 2003 lizensieren zahlreiche neue Hardwarehersteller Palm OS: HuneTec, Tapwave, Garmin. Palm kauft Handspring zurück, Betriebssystemhersteller und Hardwarehersteller werden zwei getrennte Firmen: PalmSource und palmOne. Der Tungsten C ist der erste Palm mit WLAN. Sony kombiniert einen PDA mit einer Digitalkamera. Die Kamera im neuen NZ90 liefert 2 Megapixel Auflösung und verfügt erstmals über einen eingebauten Blitz. Garmin stellt den ersten PDA mit integriertem GPS-Empfänger vor. Group Sense aus Hong Kong baut das bisher kleinste Palm OS Handy. Fossil baut eine Armbanduhr mit Palm OS. Ein neuer Lizenznehmer TapWave entwickelt unter dem Namen Zodiac eine mobile Spielkonsole mit Palm OS.
Im Jahr 2004 erreicht die Zahl der Palm OS Entwickler die 100.000. PalmOne veröffentlicht den Zire 31 und 72 sowie den Tungsten T5, den ersten Palm mit nichtflüchtigem Speicher. Im gleichen Jahr erscheint der Treo 650, der zur Zeit erfolgreichste Palm.
Erst im Jahr 2005 wird die lange angekündigte Fossil-Armbanduhr mit Palm OS wirklich lieferbar. PalmOne stellt das LifeDrive vor, das erste Gerät mit Festplatte.

LifeDrive mit integrierter Festplatte
Hagenuk und Qool bringen neue Palm OS Handys auf den Markt. PalmOne nennt sich wieder Palm und veröffentlicht den Z22 und T|X. Damit verschwinden die Markennamen Zire und Tungsten und werden auf einzelne Buchstaben reduziert.

Der Größte und der Kleinste: Alphasmart Dana vs. Palm Z22
Die historischen Informationen stammen aus dem Franzis Palm-Buch
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